Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Buch siebenmal komplett gelesen und unzählige Male in Teilen.Geflügelte Scheibe
Dann fing ich an, einen Verlag zu suchen. Im Internet fand ich eine Übersicht über alle in Deutschland ansässigen Verlage. Bei "A" fing ich an.
Ich schrieb ein paar Verlage an und wartete auf Antwort. Da dachte ich noch, sie würden sich um das Buch reißen.

Nachdem die Absagen da waren, schrieb ich die nächsten paar an. Ich wunderte mich, dass die Leute kein Interesse an dem tollen Stoff hatten.
Irgendwann wieder ein paar Verlage angeschrieben, und wieder ein paar.
Langsam kamen Zweifel ...

Sphingenallee in KarnakNach einem Jahr, ich war schon bei "W" und hatte nicht mehr viele Optionen, meldete sich Verlag "S". Sie würden das Buch gerne verlegen.
Allerdings stellte sich heraus, dass es ein Selbstbeteiligungsverlag war und ich einen Teil der Kosten übernehmen sollte. Leider hatten sie das auf ihrer Website nicht erwähnt.

Dann hätte ich sie nicht angeschrieben und alles wäre ganz anders gekommen. Aber so war ich erst einmal zufrieden, einen Verlag gefunden zu haben.

Alles klar: Vertrag, Veröffentlichungstermin, warten.

Warten auf die ersten korrigierten Seiten (die ohne Erklärung zu spät kamen).
Warten auf die nächsten korrigierten Seiten (die ohne Erklärung zu spät kamen).
Die nächste Tranche - zu spät. Noch eine - zu spät.
Wobei die Verspätungen zwischen 3 - 8 Wochen betrugen.

Nach der ersten Verspätung dachte ich noch, so etwas kann passieren. Nach der zweiten Verspätung kam ein leiser Verdacht und nach der Dritten dann die Gewissheit.
Man sitzt daheim wie auf heißen Kohlen und kann absolut nichts machen. Schließlich kann man einen Verlagsvertrag nicht mit Dreimonatsfrist kündigen.

Zum ausgemachten Veröffentlichungstermin war nicht einmal die Hälfte des Buches lektoriert. Kurzum:

Mit Hilfe eines Anwalts hatte ich nach weiteren vier Monaten meine Rechte wieder. Allein diese Phase hatte mich etwa eineinhalb Jahre gekostet.