Die Pyramiden von Gizeh sind Spuren aus Stein

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Schwabendoomsday
Leseprobe Teil 1
© Sven Schmidt, alle Rechte vorbehalten

Mittwoch, 06. Mai 2020.

Zwei Tage bis zum Anschlag.

 

Bald werde ich Kaiser von Deutschland sein.

Maximilian liebte diesen Gedanken. Er war irgendwie befreiend. Jahrzehntelange Vorbereitungen näherten sich ihrem krönenden Abschluss, wobei die Betonung auf ‚krönend’ lag. Jahre der harten Arbeit, riskanten Investitionen und der nagenden Angst: Sie lagen jetzt hinter ihm. Maximilian schmunzelte zufrieden. Er war mit sich und der Welt im Reinen.

Er lehnte sich in seinem prachtvollen, antiken Ritterstuhl zurück, der mit wunderschönen, geschnitzten Ornamenten verarbeitet war. In der Hand hielt er einem goldenen Becher, der mit einem gereiften, vollmundigen Trollinger gefüllt war. Er saß am Kopfende einer langen Tafel, auf der sich allerlei leckere Köstlichkeiten anboten. Weiße Kerzen in silbernen Ständern spendeten unaufgeregt flackernd goldenes Licht. Sie beleuchteten dunkel die arbeitsamen Hände der anwesenden Adligen, die sich hier versammelt hatten, um das kommende Fanal des Kaisers zu feiern. Weitere Kerzen brannten in den schweren, vergoldeten Kronleuchtern über ihnen. Aber auch sie schafften es nicht, die große Halle mit der gewölbten Bogendecke auszuleuchten. Darum blieben auch die langen Lanzen und Hellebarden, sowie die schweren Schilde und Helme, die über den beiden gegenüberliegenden Eingängen an den Wänden hingen, im dunklen Schatten verborgen. Genau so, wie das Blut ihrer Opfer im Dunkel der Geschichte für immer unbeachtet blieb.

Die geheimnisvolle Dunkelheit der Kerzen erhob diesen Raum zu etwas Heiligem, zu etwas Sakralem. Aufmerksame Touristen und Geschichtsinteressierte, die tagsüber von ihren Guides hier durchgeführt wurden, konnten die Besonderheit dieses Ortes nur erahnen.

Hier, zwischen den dicken, polierten Säulen aus hellgrauem Nürnberger Marmor, haben schon vor einhundertfünfzig Jahren die alten Kaiser über Weltpolitik gefachsimpelt.

„Ihr wisst zu feiern, Euer Durchlaucht.“

General Graf von Rottenacker saß rechts von Maximilian. In seinen Mittvierzigern war er Soldat durch und durch. Als Erbe eines uralten Adelsgeschlechts war er ein glühender Verfechter der Idee, in Deutschland wieder einen Kaiser einzusetzen. Er war wichtig für Maximilians Plan, denn er war Generalinspekteur der Bundeswehr.

„Sobald Deutschland – wie es Gottes Wille ist – wieder vom Adel regiert wird“, antwortete Maximilian selbstzufrieden, „werden unsere Feste noch glanzvoller werden. Darauf geben wir Euch unser Wort, Euer Erlaucht.“

Maximilian hatte sich schon lange angewöhnt, wenn er unter seinesgleichen war, von sich im Plural zu reden.

„Schon das allein wäre die ganzen Mühen wert.“ Fürst von Weihershausen schob sich mit einer goldenen Gabel einen weiteren Happen von dem zarten Hirschragout in den Mund. Max starrte einen kurzen Moment auf dessen kirschrot gefärbte Lippen, die in dem weiß geschminkten Gesicht ihren rhythmischen Tanz vollführten. Der Fürst war dem guten Geschmack sichtlich nicht abgeneigt. Doch er achtete auch auf ein akkurates Äußeres.

Die kreisrunden Locken seiner weiß gepuderten Allongeperücke umrahmten sein Haupt vorbildlich in Reih und Glied. Der weiße Seidenkragen auf seiner Stutzerjacke aus dunkelgrünem Samt war makellos gefaltet und ohne einen störenden Fleck. In den blankpolierten, goldenen Knöpfen spiegelte sich das fahle Licht der Kerzen.

Maximilian war froh, dass es noch Adelsfamilien gab, die noch auf eine preußische Erziehung achteten. Es waren eben nicht nur Namen und Reichtum, welche die Klassen voneinander unterschieden.

„Alle Adelsgeschlechter werden wieder die Achtung erfahren, die sie verdienen“, erwiderte Maximilian etwas frostiger als beabsichtigt. „Die Demokratie ist ein Fehlversuch der Geschichte. Es ist nicht unser Anliegen allein, nur gute Feste zu feiern. Das könnten wir auch so mit einem Fingerschnippen.“ Wobei er gleichzeitig die Geste dazu machte.

„Dazu würden wir uns nicht der Mühe einer Revolution hingeben“, erklärte er weiter. „Nein. Wir stellen mit unserem Fanal die gottgewollte Ordnung wieder her, die sich nach unserer Überzeugung über Jahrtausende hinweg bewährt hatte.“

Fürst von Weihershausen schluckte schnell seinen Bissen hinunter.

„Ich wollte nicht despektierlich sein, Euer Durchlaucht. Ich wollte Euch meine Hochachtung für dieses wundervolle Arrangement zollen. Allein diese Örtlichkeit. Die Stammburg der drei großen, deutschen Kaiser. Vorzüglich!“

„Wir haben das auch nicht despektierlich verstanden, Euer Fürstlicher Gnaden. Doch wir geben zu, dass unsere Anspannung in den letzten Wochen und Monaten uns immer unpässlicher geworden ist. Dies ist schließlich kein kleines Unterfangen, das wir uns vorgenommen haben.“

Er nippte kurz an seinem goldenen Becher.

„Wir fühlen uns auch unangenehm davon berührt, wie stümperhaft dieses Land von Kanzler Heinle regiert wird. Dieser unkultivierte Bauerntölpel ist viel zu unentschlossen, wenn es um die terroristische Bedrohung geht und viel zu weich in den Verhandlungen mit den Verbündeten. Unsere Abscheu vor ihm wächst von Tag zu Tag. Ihn jedes Mal nur zu sehen, löst in uns unvorstellbaren Abscheu aus.“

„Er liefert mit jedem Tag neue Gründe, warum die Demokratie am Ende ist“, antwortete der Fürst besonnen.

„Um so glanzvoller wird die neue deutsche Monarchie erstrahlen“, stimmte General Graf von Rottenacker zu. „Das Volk wird erkennen, dass es hundert Jahre lang falsch regiert wurde.“

„Das Volk kann ja nichts dafür, dass sie von inkompetenten Idioten regiert werden. Sie wurden ja von den sogenannten Siegermächten dazu gezwungen.“

Maximilian hegte tatsächlich keinen Groll gegen das Volk an sich. Er hielt sie für die Opfer einer Regierungsform, die ihnen von den US-Amerikanern, den Briten und Franzosen aufgezwungen worden war. Freiwillig hätten sie sich niemals von der glanzvollen Kaiserzeit getrennt.

„Dem Volk fehlte es an einer geeigneten Führung“, bestätigte der preußische Fürst. „Mit Euch als seinem Kaiser sieht es einer glanzvollen Zukunft entgegen.“

„Ihre Hoffnung nehmen wir dankend zur Kenntnis. Doch allein ist ein deutscher Kaiser nichts, wenn er keinen treuen Adel hat, der ihn trägt.“ Maximilian prostete ihm zu. Fürst von Weihershausen nickte zurück.

„Ich bin froh, dass die Demokratielüge bald ein Ende hat“, warf der General ein. „Zu lange hat das unterjochte Volk unter diesem unnatürlichen Mehrheitsdiktat gelitten. Das deutsche Volk kann sich glücklich schätzen, dass Ihr Euch so fürsorglich um sein Wohl kümmert.“

„Wir sehen doch tagtäglich, dass nichts Gutes dabei herauskommt, wenn jeder Pöbel über das Schicksal aller entscheiden darf. Sollen Menschen ohne Erziehung und ohne Bildung wirklich an der Wahlurne bestimmen dürfen, welchen Weg eine Nation einschlagen soll? Fehlinformiert durch eine Lügenpresse, die die Wahlkampflügen der Politiker bis in die letzten Winkel der Stammtische hinausposaunt?

Wir haben nicht nur die Irrwege der deutschen Politik miterleben dürfen. Nein, denn während unserer Zeit in den USA haben wir auch das schändliche System in jenem Land kennengelernt.

Beiden Systemen ist gleich, dass es nur von Lügen aufrechterhalten wird. Langwierige Verhandlungsprozesse fordern wertlose Kompromisse, die dem Volk am Ende als Erfolg verkauft werden.

Hier muss eine Person mit Führungskompetenz klipp und klar sagt, wie mit den wichtigen Herausforderungen unserer Zeit umzugehen ist. Ansonsten fühlen sich die Schwachen berufen, dass Ruder in die Hand zu nehmen.

Aber sobald ein Politiker auch nur andeutet, einmal offen und ehrlich die Meinung sagen zu wollen, muss er doch in ständiger Angst leben, beim nächsten Urnengang abgewählt zu werden. So kann die Regierung niemals gebührend den Gefahren der Zuwanderung und der Globalisierung begegnen.“

„Ihr habt absolut recht“, bestätigte Fürst von Weihershausen. „Sobald jemand sagt, dass die Zuwanderung gestoppt werden muss, weil das den Zuzug radikaler Islamisten fördert, gilt er gleich als rechtsradikal. Oder wenn sich jemand Gedanken um seine Familie macht und daher fordert, dass die Arbeitsplätze in unserem Land bleiben müssen, wird er gleich als Neonazi abgestempelt.“

„So wird die Meinungsfreiheit in unserem Lande torpediert“, pflichtete der General ihm bei. „Einfach alle besorgten Bürger in die rechte Ecke stellen. Das lenkt von der eigenen Inkompetenz ab und man muss sich mit den vorgebrachten Argumenten nicht mehr auseinandersetzen.“

„Ich bin ja so froh“, sagte Fürst von Weihershausen, „dass wir bald einen fähigen Kaiser haben werden, der dieses Land in eine goldene Zukunft führen wird.“

Er nahm seinen Becher und prostete nun seinerseits Maximilian zu.

Dieser nickte zustimmend. „Wir werden dieses Land in eine goldene Zukunft führen, in der die gottgewollte Ordnung der Stände herrschen wird. Der Adel wird über die Menschen herrschen, wie es seither seine Bestimmung ist.

Ihr wisst, meine Freunde: Es ist eine gigantische Unternehmung, vor der wir stehen. Das Fanal ist erst der Anfang, Deutschland nur der Beginn. Unsere göttliche Aufgabe wird erst dann beendet sein, wenn wir die ganze Menschheit unter unserem Banner vereint haben.

Diese Aufgabe wird uns vieles abverlangen. Doch am Ende steht ein Weltfriede, der ewig währen wird.“

General Graf von Rottenacker ergriff seinen goldenen Becher und erhob sich zum Trinkspruch.

„Auf den Kaiser“, rief er.

Es folgte ein helles Klappern, als der versammelte Adel das Besteck aus den Händen legte, und ein hölzernes Stühlerücken, als sie sich allesamt erhoben.

„AUF DEN KAISER!“ riefen sie wie aus einem Mund.

„ER LEBE HOCH! HOCH! HOCH!“

 

Infobox SDD

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Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Dieser Bildband ist eine Ergänzung zum Datenblatt "Spuren aus Stein - die Geheimnisse" und meinem Roman "Thot - Spuren aus Stein".

Die Fotos sollen dem Betrachter einen Eindruck über die Monumente von Gizeh vermitteln. Die Bilder der gigantischen Felsblöcke sollen zeigen, welcher Aufwand betrieben wurde. Die Bilder der Verwitterungen sollen das unvorstellbare Alter bezeugen.

Hier sollen Sie die Pyramiden, den Sphinx und die Tempel nicht als Tourist betrachten. Schauen Sie genau hin! Die Fragen kommen von allein.