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Die Kurzgeschichte 'A Ghost In The Dark' gibt es kostenlos zum Download:

A Ghost In The Dark
© Sven Schmidt, alle Rechte vorbehalten

Fast lautlos berührten seine Stiefel den dunkelgrauen Stahlrost des Bodens. Akio stand zwischen den beiden Etagenbetten. Der faltbare Sichtschutz auf der linken Seite war eingedrückt.

Akio sah zum Heck und erwartete, einen durchgehenden Blick in den Frachtraum zu haben. Doch gleich am Eingang versperrte eine große, umgestürzte Kiste die Sicht. Keine Gefahr demnach, dass er von dort entdeckt werden konnte.

Der Jäger drehte sich um und warf einen Kontrollblick zum Cockpit. Über der Lehne des Waffenkommandostands gebeugt hing eine Leiche. Ansonsten war das Cockpit verwaist.
Akio wandte sich wieder zum Heck. Leise schlich er sich nach hinten. Die Tischpanels der beiden wissenschaftlichen Kontrollstationen waren eingeklappt. Dahinter befanden sich links die Nasszelle für Toilette und Dusche, sowie rechts ein kleines Waschbecken und ein kleiner Herd.

Dahinter ging es durch eine Strahlenschutztüre in eine kleine Zwischenkammer auf Höhe der Flankenwaffen. Mit einer ausfahrbaren Teleskopleiter konnte man hier zum Energieaggregat des Schiffes hochklettern.

Nach einer zweiten Stahltüre führte ein enger, sechs Meter langer Gang bis zum eigentlichen Frachtraum. Hinter den Wänden dieses Ganges befand sich der Express Raketennachfüller von Behring.
Dahinter öffnete sich der Gang in den Frachtraum, der in dieser Schiffsausführung kleiner ausfiel, als bei den anderen Freelancervarianten.

Die zwei Meter hohe Kiste, die Akio gleich zu beginn gesehen hatte, war absichtlich in den Gang gestellt worden. Sie war durch keinen Haltegurt mehr gesichert. Wahrscheinlich hatte sie Shining Eye als Deckung dort hingestellt.

Der Jäger konnte nun ganz deutlich die Stimmen verstehen. Aus den Verhöhnungen seines Bruders konnte er schließen, dass der Schlitzer seine grausame Prozedur offenbar schon durchgeführt hatte. Begleitet wurden seine Beleidigungen von dem Gelächter seiner beiden Helfer, die ihn begleiteten.

Der Jäger zwängte sich lautlos nach links zwischen der großen Kiste und der Wand entlang. Er bewegte sich extra langsamer, damit sein Anzug nicht laut schabte. Vorsichtig lugte er ums Eck. Der schmale Korridor, den die Kiste mit der Schiffswand bildete, endete nach zwei weiteren Metern.

Eigentlich hätte jemand, der sich auf diese Weise verbarrikadiert, sehr gute Chancen, einen Enterraub zu überstehen. Doch die Infraschallkanone machte aus rational denkenden Menschen wimmernde Feiglinge.

Kimo hatte keine Schwierigkeiten gehabt, Shining Eye zu überwältigen. Die Schallkanone wirkte bei ihm nicht. Denn ohne ein Gefühl für Angst konnte er nicht in Panik verfallen.
Akio schlich weiter. Je mehr er sich dem Ende der Kiste näherte, um so größer wurde sein Sichtfeld in den dahinterliegenden, freien Frachtraum.

Dann sah er die beiden Schergen. Sie standen direkt neben der Kiste mit dem Rücken zu ihm. Ihre Raumanzüge waren alt, fleckig und zerkratzt. Die Plexiglasscheiben ihrer Helme hatten sie nach oben geklappt. Akio hätte die beiden mit ausgestrecktem Arm erreichen können. Unwillkürlich hielt er den Atem an.

Er nahm seinen Strahler in seine linke Hand und legte an. Aus dieser Entfernung konnte er sie nicht verfehlen.
Er schoss auf den Piraten, der näher zu ihm stand. Der Schuss ging direkt durch seinen Hinterkopf. Ehe der zweite Pirat reagieren konnte, schoss Akio ein weiteres Mal. Beide Piraten fielen leblos zu Boden.

Dann trat Akio aus dem schmalen Zwischenraum hinaus.

Akio hatte erwartet, seinen Bruder kampfbereit oder zumindest überrascht vorzufinden. Doch Kimo war über die ausgeweidete Leiche von Shining Eye gebeugt und schaute ihn seelenruhig von unten herauf an. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen. Akio erkannte sofort, dass es nicht die Freude war, ihn zu sehen. Kimo lächelte, weil ihm das Töten ein Gefühl vermittelte. Welches Gefühl er auch immer dabei verspüren mag, es war das einzig übriggebliebene Gefühl in seinem Leben.

„Wurde auch Zeit, dass du kommst“, sagte der CleaverReaper ruhig und legte sein blutverschmiertes Hackebeil zur Seite.
„Du bist ’ne schwierige Beute“, antwortete der Jäger. Sein Strahler zielte ruhig auf die Brust des Reapers. Mit der anderen Hand schob er seine Helmfront nach oben. Er wollte, dass ihm sein Bruder ins Gesicht sah.

Ein kurzer Moment des Schweigens.
„Du siehst Scheiße aus“, bemerkte Kimo. Dabei ignorierte er, dass sein Raumanzug von oben bis unten blutbefleckt war.
„Besser Scheiße aussehen, als Scheiße sein“, konterte Akio.
„Du kannst mich nicht beleidigen.“
„Ich weiß“, erwiderte Akio, „Aber deswegen bin ich ja auch nicht hier.“

Kimo grinste ihn nun ganz überlegen an.
„Na dann tu’s doch!“, forderte er seinen Bruder auf.
Akio hob seinen Waffenarm etwas an. Doch er zögerte.
„Was ist?“, fragte Kimo. „Glaubst du, ich werde um mein Leben betteln? Vergiss es!“

Akio blickte hinunter auf den toten Shining Eye. Die Bauchdecke war geöffnet und die Gedärme hingen heraus. Alles war voller Blut. Akio stellte sich vor, dass das da auch sein Vater sein könnte, seine Mutter oder – ein kleines Baby, zwei Jahre alt, Ling. Dieser Gedanke machte ihn wütend. Er schnaubte verärgert.

Mit hörbarem Zorn in der Stimme sagte er: „Ich habe nicht erwartet, dass du bettelst. Dazu bist du gar nicht mehr fähig.“
„Na siehst du“, höhnte Kimo, „du weißt es, ich weiß es. Bring es zu Ende!“

Akio biss sich so fest auf die Zähne, dass seine Backenmuskeln schmerzten. Er spürte, wie sein Zeigefinger verkrampfte. Er würde eine Bestie töten, versuchte er sich selbst zu überzeugen. Das grässliche Morden würde aufhören und seine plagenden Selbstvorwürfe würden verschwinden.

Der Jäger sah seinem Bruder in die Augen. Sie waren kalt und ohne Emotionen. Zwei schonungslose Spiegel seiner Seele.
Und doch … Die Kindheitserinnerung stieg wieder in ihm auf.

„Was treibt ihr beiden hier?“, fragte ihr Vater scharf.
Akio stand starr vor Schreck. Er hatte gerade das teure, neue Schiff zerkratzt.
„Das war ich“, hörte Akio seinen Bruder Kimo schuldbewusst sagen, „Es tut mir leid.“

Akio war zu überrascht, um seinem kleinen Bruder zu widersprechen. Bevor er etwas sagen konnte, fragte ihr Vater:
„Was hast du gemacht?“
Kimo zeigte auf die Ablage und antwortete:
„Ich habe Akio gezeigt, dass ich unsere Namen schreiben kann.“
„So, du hast das geschrieben“, sagte ihr Vater ungläubig, „Aber Akio hat das Messer.“
„Er hat es mir weggenommen“, erwiderte Kimo ohne zu zögern. „Er wollte nicht, dass ich mich verletze.“

Akio schaute seinen Bruder von der Seite an. Er konnte es nicht glauben, dass Kimo die Schuld für das hier übernahm. Ihr Vater würde ausrasten deswegen. Die Strafe wäre mit Sicherheit die Verbannung in die Vanduulzone. Für immer.

„Na da kann ich ja wohl froh sein, dass ich wenigstens einen Sohn habe, der vernünftig ist.“

Dabei hatte sein Vater Akio einen Blick zugeworfen, den dieser sehr gut verstanden hatte. Ein Gefühl tiefen Schuldbewusstseins hatte von ihm Besitz ergriffen. Und er hatte verstanden, dass Kimo der bessere Sohn für seinen Vater gewesen war. Das hatte ihn ganz besonders geschmerzt.

Ihr Vater hatte sie dann aus der Connie hinausgeworfen. Aber überraschenderweise hatte er sie nicht weiter bestraft.
Als sie in dem kleinen Lift standen, mit dem sie die Phoenix verließen, hatte Kimo seinem großen Bruder noch zugeflüstert:
„Musketiere für immer.“

Die Erinnerung verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Akio spürte, wie ihm eine Träne an der Nase herunterlief. Er konnte seinen Bruder nicht erschießen. Egal, was er getan hatte. Langsam senkte er seinen Arm.

Der Jäger, der so lange Jahre gebraucht hatte, um seine Beute zu stellen, hatte nun Mitleid. Was auch immer aus seinem Bruder geworden war, es war doch nicht dessen Schuld. Es würde Akio das Herz brechen, würde er nun seinen Bruder erschießen.

Langsam stand Kimo auf. Er schien sich seiner Situation sehr sicher zu sein. Akio glaubte, so etwas wie Verachtung in seinen Augen zu sehen. Aber das konnte unmöglich sein. Kimo war auch zu diesem Gefühl nicht mehr fähig.
„Du kannst mich nicht töten.“

Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Akio blieb die Antwort schuldig.
„Du glaubst wirklich, ich könnte mich ändern?“
Der Jäger sah seinem Bruder an, dass dieser die Antwort besser kannte, als jeder andere. Kimo zog seine Waffe.
„Vater hat das auch geglaubt.“
Er schüttelte kurz den Kopf.
Akio ergab sich seinem Schicksal.
„Sorry, großer Bruder.“
Dann schoss er.

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Diese Kurzgeschichte ist mein Beitrag.

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Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Dieser Bildband ist eine Ergänzung zum Datenblatt "Spuren aus Stein - die Geheimnisse" und meinem Roman "Thot - Spuren aus Stein".

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Hier sollen Sie die Pyramiden, den Sphinx und die Tempel nicht als Tourist betrachten. Schauen Sie genau hin! Die Fragen kommen von allein.