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Die Kurzgeschichte 'A Ghost In The Dark' gibt es kostenlos zum Download:

A Ghost In The Dark
© Sven Schmidt, alle Rechte vorbehalten

Der vierzig Jahre alte Relaissatellit der UEE-Navy war im Fadenkreuz der Zieloptik. Sie hing schwerelos im freien Raum. Hinter ihr, tausende Lichtjahre entfernt, formte eine gigantische, weiße Lichtwolke neue Sonnen in ihrem Inneren. Links des Satelliten entfernte sich ein milchigweißer Spiralarm in die Unendlichkeit. Rechts war die Aussicht von einer gigantischen, rotglühenden Staubwolke ausgefüllt, die den Satelliten in ein zartorangenes Licht hüllte.

Das nur zehn Meter durchmessende Objekt mit seinen vier Parabolantennen war auf der Anzeige deutlich zu erkennen. Die Ghost flog direkt darauf zu. Der Entfernungsmesser gab 173 Kilometer an – langsam abnehmend. Das war in der modernen Raumfahrt keine Entfernung. Jede Aurora legte diese Strecke in kürzester Zeit zurück. Allerdings flog Akios modifizierte Hornet momentan nur mit achtzehn Kilometern pro Stunde auf den Satelliten zu.

Der Jäger schlich förmlich. Er pirschte sich heran.

Akio hatte herausgefunden, dass der CleaverReaper die Militärkommunikation in diesem Quadranten gehackt hatte. Darum wusste er immer, wo und wann die Navy Patrouillenflüge durchführte, welche Konvois bewacht waren, und welche Transportschiffe nicht. Das machte ihn so außerordentlich erfolgreich und gefährlich. Die UEE wusste davon nichts. Sie glaubte an das Dogma der unhackbaren Software. Der Jäger hingegen wollte diese Erkenntnis für seine Jagd ausnutzen.

Akio prüfte zum letzten Mal die offene App MG.Ghost auf seinem mobiGlas. Eine kleine Antenne mit drei Funkstrichen zeigte beste Verbindungsqualität. Die Remote-Funktion wurde im Vordergrund angezeigt.

Akio öffnete die Cockpitkanzel. Lautlos glitt das Glasdach nach vorne weg. Akio stand auf und stellte sich auf seinen Sitz. Akio, in seiner schwarzen Raumfahrerrüstung, ragte nun zur Hälfte aus der Kanzel heraus. Mit seiner rechten Hand hielt er sich an der Verstrebung seiner Glaskanzel fest. Er hielt inne.

Durch seinen Helm visierte er eine Sternkonstellation in Flugrichtung an und prägte sich deren Position genau ein. Er zog seine Beine leicht ein und schwebte scheinbar bewegungslos über seinem Pilotensitz. Er ließ nun auch die Scheibenverstrebung los, sodass er völlig unabhängig im Raum schwebte. Wie seine Ghost trieb nun Akio ebenfalls völlig schwerelos auf den weit entfernten Satelliten zu.

Der Jäger beobachtete die Sternkonstellation ganz genau. Das hier war ein kritischer Moment. Wenn er nicht präzise genug war, müsste er später seinen Kurs korrigieren. Und die ungeplante Nutzung seiner Korrekturdüsen barg immer ein Risiko der Entdeckung.

Akio tippte einen Button auf seiner App und die vier oberen Korrekturdüsen flammten ganz kurz auf. Sein Raumschiff fiel ganz langsam unter ihm weg. Der Jäger schwebte nun ganz allein frei im Raum.

Für Akio war es immer ein erhebender Moment. Er fühlte sich wie ein Kind bei der Geburt, wenn es den Mutterleib verließ. Verlassen von der Wärme und der schützenden Geborgenheit. Doch auf der anderen Seite eine grenzenlose Freiheit spürend. In diesen Momenten wurde er sich angesichts der Unendlichkeit seiner Winzigkeit bewusst.

Die Ghost fiel immer weiter unter ihm weg. Der Jäger gab dem Schiff den Befehl anzuhalten. Ein kurzes Leuchten der vorderen Korrekturdüsen und die Ghost blieb langsam hinter Akio zurück.

Der einsame Jäger war unterwegs. Der militärische Kommunikationssatellit war über 160 Kilometer entfernt. Akio musste verhindern, dass die Überwachungs-KI sein Näherkommen als Bedrohung in irgendeiner Art einschätzte. Denn dann würde sie ein Notsignal an die Flotte schicken und ihre Arbeit einstellen. Akio konnte dann seinen Plan vergessen.

Bis jetzt konnte der Jäger davon ausgehen, dass der Satellit ihn noch nicht geortet hatte. Aber arg viel näher wollte Akio mit seiner Ghost nicht heranfliegen. Nicht, dass er kein Vertrauen in die radarabsorbierenden Fähigkeiten seines Aufklärers hatte. Es war aber ein vermeidbares Risiko, das Akio nicht eingehen wollte.

So trieb der Jäger einsam und verlassen auf sein Ziel zu. Vor sich ein langer Flug, der ihm viel Zeit gab, darüber nachzudenken, was alles schief gehen könnte. Plötzlich fühlte er eine beklemmende Angst in seiner Brust.

Etwa neun Stunden später kam der Jäger total verschwitzt und kurzatmig bei dem Satelliten an, auf dem das Emblem der UEE-Navy sowie eine Einheitskennung prangte. Endlich war die Tortur vorbei! Akio prallte gegen eine der großen Parabolantennen. Krampfhaft hielt er sich am Rand der Antenne fest und versuchte durchzuatmen. Es war vorbei, redete er sich ein. Er war in Sicherheit.

Verdammtes WiDoW! Akio hatte in den letzten Stunden eine noch nie gekannte Hölle durchlebt. Er hatte sich im Spectrum natürlich auch über die WiDoW-Sucht informiert. Aber der Begriff ‚Angststörung’ war nur ein Wort gewesen. Er hätte nie erwartet, dass ihn das treffen könnte. Stundenlange Außeneinsätze im freien Raum waren für Ghostpiloten Routine. Noch nie hatte Akio ein Problem damit gehabt. Im Gegenteil: Er hatte die Einsamkeit und die Stille genossen. Doch heute hatte ihn die Angst mit dieser endlosen Einsamkeit erschlagen.

Verdammte Witwe, fluchte Akio ein zweites Mal. Er spürte, wie seine Ruhe zurückkehrte. Allein die Existenz des Satelliten spendete Trost. Akio fühlte sich nicht mehr allein. Die Angst war verflogen und der Jäger konnte sich wieder seiner Mission widmen.

Er hangelte sich am Rand der Antenne zum unteren Teil des Satelliten. Immer davon ausgehend, dass die Schrift das Oben und Unten einer Sache definierte.

Der Jäger konnte davon ausgehen, dass die Überwachungs-KI keinen Alarm geschlagen hatte. Der offensichtliche Beweis war das Ausbleiben von tödlichen Schüssen. Akio bezweifelte weiterhin, dass die KI einen stillen Alarm ausgesandt hatte. Das konnte er am Äußeren des Satelliten nicht bestimmen, doch verließ er sich ganz auf seine Erfahrung.

Er stieß sich von der Antenne ab und schwebte zum Boden des Satelliten. Dabei drehte er sich so, dass er mit den Füßen voran auf der Oberfläche ankam. Akio hörte durch seinen Anzug hindurch ein lautes Klacken. Die Magnetstiefel hatten Halt gefunden.

Er ging noch ein paar Schritte zum unteren Pol und benutzte sein Spezialwerkzeug, um die Bodenplatte zu öffnen. Leise verschwand ein etwa Quadratmeter großes Bodenstück zur Seite und eine dunkle Luke öffnete sich. Eine zehn Zentimeter durchmessende Säule aus milchigem Plastikglas glitt bis zu Hüfthöhe nach oben. Auf dem Top war ein schmaler Schlitz eingelassen.

Akio verwendete seine Hundemarke als Schlüssel. In ihm waren geheime mikroelektronische Bauteile und ein Nanitenspeicher eingebaut. Akios Hand zitterte noch etwas. Eine Nachwirkung der stundenlangen Angstattacke. Doch der alte Satellit akzeptierte die Authentifikation und kontaktierte Akios mobiGlas. Das blau schimmernde Holopanel zeigte die schlicht gehaltene Steuerungssoftware.

Mit wenigen Gesten kopierte Akio die vorbereitete Nachricht in den Float. In der gleichen Sekunde war sie bereits abgeschickt.

Die Nachricht war persönlich an einen Kreuzerkapitän der Wachflotte adressiert. Die Mail war von der Administration des UEE-Oberkommandos und befahl dem Kapitän, sich mit Shining Eye zu treffen. Der Piratenanführer wolle den CleaverReaper verraten und sich danach mit dem so verdienten Kopfgeld aus dem Piratengeschäft zurückziehen. Die Oberste Anwaltschaft der UEE habe bereits zugesichert, in diesem Falle auf eine weitere behördliche Strafverfolgung zu verzichten.

Der Jäger wusste, dass der Kapitän Heimaturlaub hatte und persönliche Nachrichten von dem Stellvertreter nicht eingesehen werden konnten. Der Kapitän würde die Nachricht somit erst nach seiner Rückkehr lesen – und sich wundern.

Der CleaverReaper würde natürlich seinerseits recherchieren. Auch er würde herausfinden, dass der Kapitän von diesem Befehl zu spät Kenntnis erhalten würde. Für den Schlitzer würde es aber nur wie ein kleiner, bürokratischer Fehler aussehen. So etwas passierte öfter, als sich der brave Citizen wünschen würde. Der Jäger war überzeugt davon, dass er mit dieser Nachricht das Interesse des CleaverReaper wecken würde.

Akio beendete die Verbindung zum Satelliten. Dadurch wurde die Prüfsäule automatisch wieder eingefahren und die Luke geschlossen.

Akio schaute nach oben. Er fühlte Zweifel. Würde die Angst wiederkommen? Er konnte nicht hier bleiben. Er musste zurück zu seiner Ghost. Aber er wollte nicht. Er hatte Angst, dass er die gleiche Hölle wie beim Herflug durchleben würde. Schon die Angst vor der Angst machte ihm Angst. Dann kam ihm die Idee, dass er in der Ghost ja wieder ein wenig mit der Witwe tanzen konnte. Die Mission war erledigt und er hatte sich eine Belohnung verdient. Dieser Gedanke tröstete ihn.

Akio ging tief in die Hocke, deaktivierte die Magnetfunktion seiner Stiefel und stieß sich kräftig ab. Mit mäßiger Geschwindigkeit fiel er ins dunkle Nichts zurück. Der alte Militärsatellit verschwand unter ihm.

In fünfzehn Stunden würde der Jäger das Bei-Fuß-Kommando auf seiner MG.Ghost-App aktivieren. Seine modifizierte Hornet würde dann automatisch seine Position anfliegen und ihn aufnehmen. Nach seinem Tänzchen würde Akio zum Treffpunkt fliegen. In drei Tagen sollte das Treffen stattfinden. Der Jäger ging davon aus, dass der CleaverReaper die Zeit nutzen würde, um die Gegend zu überprüfen. Akio musste sich also vorher schon ein Versteck suchen und dort wie ein Schatten in der Nacht auf seine Beute lauern.

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Star Citizen

Star Citizen ist ein sich noch in Entwicklung befindliches Weltraumsimulationsspiel, in dem der Spieler verschiedene Aufgaben erfüllen kann.

Entwickelt wird das Spiel von Chris Roberts, dem Schöpfer der Wing Commander Spiele, und seiner eigens dafür gegründeten Firma Cloud Imperium Games.

Viele Interssierte haben die Entwicklung per Crowdfunding finanziert. Und so existiert eine große Fangemeinde, die selbst Videos und Geschichten zu diesem Spiel erstellen.

Diese Kurzgeschichte ist mein Beitrag.

Schwabendoomsday

SchwabendoomsdaySchwabendoomsday ist der Tag, an dem Stuttgart zerstört wird, um aus Deutschland wieder eine Monarchie zu machen.

Schwabendoomsday – Teil 1: Terrorziel Stuttgart ist ein reinrassiger Katastrophenthriller. Der Anschlag auf das Schwäbische Herz setzt eine Kausalkette in Gang, an deren Ende sich Maximilian die Kaiserkrone aufsetzen kann.

Schwabendoomsday – Teil 2: Terrorziel Freiheit ist ein utopischer Staatsroman. Maximilian ist Kaiser und herrscht mit eiserner Faust. Wie reagieren die Menschen in einer neuen Monarchie? Wie entwickelt sich eine Gesellschaft ohne Freiheit? Kann es eine Rückkehr zur Demokratie geben?

Lesen Sie, wie Deutschland ohne Freiheit aussehen könnte.

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Lilith - Baum des LebensDieser Roman beschreibt die uralte Schöpfungsgeschichte um Adam und Eva.
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Thot - Spuren aus SteinIn ferner Vergangenheit:
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Ein Forscherteam findet nahe Luxor erste Hinweise. Sie folgen den uralten Spuren der Himmelmenschen und erfahren, was seit Jahrtausenden vergessen war.

Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Dieser Bildband ist eine Ergänzung zum Datenblatt "Spuren aus Stein - die Geheimnisse" und meinem Roman "Thot - Spuren aus Stein".

Die Fotos sollen dem Betrachter einen Eindruck über die Monumente von Gizeh vermitteln. Die Bilder der gigantischen Felsblöcke sollen zeigen, welcher Aufwand betrieben wurde. Die Bilder der Verwitterungen sollen das unvorstellbare Alter bezeugen.

Hier sollen Sie die Pyramiden, den Sphinx und die Tempel nicht als Tourist betrachten. Schauen Sie genau hin! Die Fragen kommen von allein.