Die Pyramiden von Gizeh sind Spuren aus Stein

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Thot - Spuren aus Stein
Leseprobe Teil 2
© Sven Schmidt, alle Rechte vorbehalten

»Wir müssen raus hier.« Ihre helle Stimme wurde zigfach von den großen Wänden zurückgeworfen. Es klang wie in einer riesigen Kathedrale. Dabei war dieser Raum nur knapp zehneinhalb Meter lang und nur halb so breit. Lichtschwache Neonröhren an der Wand strahlten eine Decke an, die fünf Meter achtzig über ihnen von riesigen Steinquadern getragen wurde. Jedoch schien der dunkle Rosensteingranit das bisschen Licht wie ein matter Lappen aufzusaugen. Die ganze Königskammer wurde wie vom faden Schein eines Vollmonds beleuchtet.
Vanessa fröstelte leicht in diesem schwül-warmen Raum. Sie hatte Angst. Er stand weiterhin unbeteiligt vor dem großen Granitsarkophag. Den Kopf gesenkt. Die Augen geschlossen. Keinerlei Reaktion. Als ob er sie in diesem uralten Raum nicht gehört hätte. Dabei waren sie allein, und es herrschte eine Grabesstille. Seine Finger strichen ehrfürchtig über den lauwarmen Stein, der von den Ausdünstungen der Pyramidenbesucher förmlich aufgequollen war.
»Spürst du denn nicht die Zeit?«
Unter seinen geschlossenen Lidern sah Vanessa aufgeregt seine Pupillen wandern. So kannte sie ihren Freund noch gar nicht. Seine Verzückung ließ sie schaudern.
»Wir sind jetzt seit mindestens einer halben Stunde alleine hier drin. Sie werden uns suchen kommen.«
Heinz Fröhlich ignorierte sie. Er atmete die feuchte, abgestandene Luft tief ein.
Er dachte an Jesus. Hatte er damals die Große Pyramide gesehen, in der er heute stand? Er soll ja auch einmal in Ägypten gewesen sein. Hat ihm Gott vielleicht etwas über seine Bedeutung erzählt? Heinz überlegte weiter. Wer konnte vor Jesus hier gewesen sein? Moses? Es fiel ihm mit Ausnahme der Pharaonen sonst niemand ein, der vor der modernen Zeitrechnung diese Monumente besucht haben könnte. Zu alt waren die Pyramiden. Der einzige greifbare Zeitzeuge war diese Granitwanne. Sie musste hierher gestellt worden sein, als noch die Sonne in diese Kammer gescheint hatte und die gewaltige Pyramide um sie herum gebaut worden war. Denn die Wanne passte nicht durch den kleinen Eingang, der in diese Kammer führte. Darum konnte sie nicht später hierhergebracht worden sein.
Vanessa zupfte an seinem schwarzen T-Shirt mit Nofretetes goldenem Antlitz darauf. »Komm schon. Lass uns gehen.« Sie dachte an tödliche Fallen der Pharaonen und an geheime Flüche der Hohepriester. Ihr flogen Szenen aus dem Film ›Die Mumie‹ durch den Kopf. Menschen fressende Käfer. War da nicht ein Geräusch hinter der Mauer?
Heinz schaute sie verständnislos an. »Verstehst du nicht? Hier drin ist die Zeit stehen geblieben. Vor Tausenden von Jahren.« Er breitete seine Arme in einer weit einladenden Geste aus. »Wieviele Kulturen hat dieses unverwüstliche Weltwunder aufblühen und untergehen sehen?« Er drehte sich um seine eigene Achse. »Und es ist immer noch hier. Uralt und unverwüstlich. Ist das nicht unglaublich? Dass man damals etwas bauen konnte, das für die Ewigkeit gedacht war?« Er lachte sie an. Er war glücklich. Ein Traum ging für ihn in Erfüllung.
Doch Vanessa dachte nur: Jetzt ist es passiert. Er hat den Verstand verloren. »Ja, der Raum ist alt. Und mit einer neuen Tapete und einem Fernseher könnte es richtig heimisch sein.«
Heinz überhörte den Spott in ihrer Stimme. Er fühlte sich innerhalb dieser engen und düsteren Mauern befreit. »Vergiss den Fernseher. Schließ deine Augen und lass die Geschichte vor deinen Augen passieren. Die Pyramiden waren schon alt, bevor die moderne Geschichtsschreibung begann.« Und dann flüsternd. »Lass dir von dem Raum erzählen, wie die Geschichte wirklich war.«
Aber Vanessa wollte das gar nicht hören. Sie ging zum Ausgang der Kammer, der gerade mal einen Meter hoch war. Sie wollte rausgehen und draußen auf ihn warten. Doch als sie sich bückte, um den für sie zu engen Raum zu verlassen, fing der Boden plötzlich an, zu zittern. Erst ganz schwach. Doch dann mit einem kräftigen Ruck, der von einem tiefen, ins Mark treibende Grollen begleitet wurde. Zuerst ihre Hollywoodängste, und jetzt das. Für Vanessa zu viel. Sie begann, hysterisch zu kreischen. Eine Schrecksekunde lang war Heinz völlig gelähmt. Er konnte es nicht fassen. Das war unmöglich. Doch dann verarbeitete sein Gehirn die Informationen, die seine Sinne transportierten. Er rief: »RAUS HIER! EIN ERDBEBEN!« Und sie liefen los. Zuerst krochen sie durch den niedrigen Eingang und der Verschlusssteinkammer in die Große Galerie. Dort konnten sie sich gleich wieder aufrichten. Dieser Gang war über acht Meter hoch und maß am Boden etwa zwei Meter in der Breite. Das Ungewöhnliche an ihm war, dass sich die Wände zur Decke hin in sieben Stufen verjüngten. Im absteigenden Boden befand sich dann noch ein kleiner Graben, der etwa genauso breit wie die Decke war. Holzpaletten im Graben erleichterten den Auf- und Abstieg für die Touristen.
Ein bestialischer Lärm empfing sie in diesem Gang. Das Grummeln und Ächzen der uralten Pyramide wurde von den Wänden tausendfach zurückgeworfen. Heinz hörte nicht, wie Vanessa weinte. Sie bewegte ihre Lippen, doch er verstand kein Wort. Er drückte sie den Aufweg hinunter und lief ihr hinterher. Krampfhaft hielt er sich am Geländer fest, weil seine rutschigen Sandalen keinen rechten Halt fanden. Er starrte auf den Boden, auf seine Füße. Ab und zu blickte er kurz auf. Ein Tannenbaum-Raum!, schoss es Heinz durch den Kopf. Dieser Raum sieht doch glatt aus wie ein unförmiger Tannenbaum! Und hatte den Gedanken auch gleich wieder vergessen. Der infernalische Krach verursachte ihm jetzt Kopfschmerzen. Sie waren jetzt am unteren Teil des 46-Meter-langen Korridors angekommen. Der waagrechte Gang, der zur Königinnenkammer führte, war durch eine alte Gittertür versperrt. Doch sie wollten jetzt ohnehin raus hier. Also ging es weiter durch den sogenannten aufsteigenden Gang, den sie jetzt hinunterhetzten. Auch er war nur knapp meterhoch. Vanessa kroch vorneweg. Schürfte sich ihre sonnengebräunte Haut an dem viel zu engen Gang ab. Heinz schubste sie panisch von hinten und spornte sie zur Eile an. Sie mussten raus hier. Jetzt passierte es doch. Diese uralte Pyramide stürzte ein. Und sie mittendrin. Was für ein Abgang.
Doch dann hörte der Lärm plötzlich auf. — Und es wurde pechschwarz in der Pyramide.

Vanessa hatte aufgehört zu schreien. Sie brauchte die Luft für ihre Angst. Heinz hörte, wie sie ungehemmt stakkatoartig schluchzte. Er versuchte, beruhigend auf sie einzureden. Allerding blieb es nur bei einem Versuch. In dieser Schwärze und diesem wahnsinnig engen Gang drückte plötzlich eine klaustrophobische Angst seine Kehle zu. Für eine Sekunde wusste er nicht mehr, wo er sich befand. Er tastete nach seiner Bauchtasche und holte eine kleine Diodenlampe heraus. Er knipste sie an und sah Vanessas fahlgraues Gesicht. Scharfe Schatten verwandelten sie in eine Fratze. »Los, weiter!« spornte er sie an. Und überraschenderweise folgte sie beim ersten Mal.
Das Beben war vorbei. Vanessa und Heinz merkten es nicht. Die Panik ihrer wild wuchernden Fantasie wuchs weiter, mit jedem Aufschrei, mit jeder Schürfwunde, mit jeder Beule — viel zu eng der Gang. Und noch immer war der Ausgang so weit weg.
Dann endlich erreichten sie die Dreiwegekreuzung. Dieser unförmige, höhlenartige Raum war ausgehauen worden, um die Blockierung der Granitverschlusssteine im unteren ansteigenden Gang zu umgehen. Ursprünglich konnte man vom absteigenden Gang, der vom Haupteingang zur Unvollendeten Kammer führte, nicht hinauf zur Großen Galerie.
Vanessa und Heinz wählten aber nicht den absteigenden Gang, da der Haupteingang verschlossen und der Weg abwärts ebenfalls durch ein Gattertor versperrt war. Sie wählten den dritten Weg: den Grabräuberstollen, der sie nach draußen führen sollte. Er war grob zwei Meter hoch aus der Pyramide geschlagen worden und gehörte nicht zum rätselhaften Gangsystem des mysteriösen Monuments.
Sie keuchten und heulten den Gang entlang. Das letzte Stück. Wenige Meter. Da sah er es im grellen Licht des Tages. Erkannte die Gefahr. War wieder klar im Kopf. Vanessa war fast draußen. Blind vor Furcht. Heinz hielt sie jedoch im letzten Moment zurück. Draußen flogen kleine und große Steinbrocken am Eingang vorbei. Staubwolken drangen in den Gang und reizten sie zum Husten. Vanessa zappelte und versuchte sich loszureißen. Er hielt sie nur noch fester. Dann ein dumpfes Rumpeln. Es kam von oben. Wurde lauter und verhieß nichts Gutes. Vanessa hielt inne. Panische Neugier ließ sie verstummen. Sie blickten beide in das blendende Licht, als von oben krachend und lärmend ein riesiger Schatten an der Tür vorbeifiel. Ein gigantischer Steinblock. Heinz dachte nur: Sie stürzt tatsächlich ein.

Infobox

Nibiru

Nibiru ist der Name einer sumerischen und babylonischen Gottheit.

Auch bezeichnet er einen mythologischen sumerischen Himmelskörper.

Viele halten ihn für einen noch unentdeckten Planeten in unserem Sonnensystem.

Möglicher Alias ist Nemesis. Dies ist eine wissenschaftliche Bezeichnung für einen hypothetischen Begleiter unserer Sonne.

Schwabendoomsday

SchwabendoomsdaySchwabendoomsday ist der Tag, an dem Stuttgart zerstört wird, um aus Deutschland wieder eine Monarchie zu machen.

Schwabendoomsday – Teil 1: Terrorziel Stuttgart ist ein reinrassiger Katastrophenthriller. Der Anschlag auf das Schwäbische Herz setzt eine Kausalkette in Gang, an deren Ende sich Maximilian die Kaiserkrone aufsetzen kann.

Schwabendoomsday – Teil 2: Terrorziel Freiheit ist ein utopischer Staatsroman. Maximilian ist Kaiser und herrscht mit eiserner Faust. Wie reagieren die Menschen in einer neuen Monarchie? Wie entwickelt sich eine Gesellschaft ohne Freiheit? Kann es eine Rückkehr zur Demokratie geben?

Lesen Sie, wie Deutschland ohne Freiheit aussehen könnte.

Lilith - Baum des Lebens

Lilith - Baum des LebensDieser Roman beschreibt die uralte Schöpfungsgeschichte um Adam und Eva.
Neu und modern erzählt - aus der Sicht von Lilith.

Lilith ist ein junges Mädchen, das zusammen mit ihren Freunden Adamah und Chawah im Garten von Eden lebt. Nach dem Essen der Frucht der Erkenntnis erfährt sie, dass die Menschen nur eine Züchtung der Neteru sind. Nur dazu erschaffen, um den Igigu als Sklaven zu dienen.

Lilith nimmt den Kampf um die Freiheit auf und wird so zur ersten großen Heldin der Menschheitsgeschichte.

Thot - Spuren aus Stein

Thot - Spuren aus SteinIn ferner Vergangenheit:
Nibiru, die Heimatwelt der Götter, wurde von einer gewaltigen Katastrophe bedroht. Darum musste die Zivilisation der Neteru fliehen.

Sie hinterließen uns ihre Spuren aus Stein in der Hoffnung, dass wir uns an sie erinnern...

Gegenwart:
Ein Forscherteam findet nahe Luxor erste Hinweise. Sie folgen den uralten Spuren der Himmelmenschen und erfahren, was seit Jahrtausenden vergessen war.

Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Spuren aus Stein - Bilder von Gizeh

Dieser Bildband ist eine Ergänzung zum Datenblatt "Spuren aus Stein - die Geheimnisse" und meinem Roman "Thot - Spuren aus Stein".

Die Fotos sollen dem Betrachter einen Eindruck über die Monumente von Gizeh vermitteln. Die Bilder der gigantischen Felsblöcke sollen zeigen, welcher Aufwand betrieben wurde. Die Bilder der Verwitterungen sollen das unvorstellbare Alter bezeugen.

Hier sollen Sie die Pyramiden, den Sphinx und die Tempel nicht als Tourist betrachten. Schauen Sie genau hin! Die Fragen kommen von allein.